Stephan Albani legt als Praktikant Schere und Rasiermesser an

Wie sich Friseure auf dem Kopf ihrer Kunden orientieren, damit am Ende des Tages alles perfekt sitzt, lernte Stephan Albani, CDU-Bundestagsabgeordneter für Oldenburg und das Ammerland, kürzlich in seinem Friseur-Praktikum im Salon „Arton Hairstylist“ in Wiefelstede.

Im Rahmen der Reihe „Albani in Aktion“ machte der Abgeordnete ein Praktikum als Friseur. Ob Landwirt, Gärtner oder Altenpfleger; er habe in den letzten Jahren viele Praktika gemacht, berichtet Albani und sagt weiter: „Das erdet und gibt mir die Möglichkeit echte Einblicke zu bekommen und nicht nur von den Sorgen und Nöten zu hören oder über sie zu sprechen.“

Und auch beim Friseur ließ Albani den Worten Taten folgen: Er wusch Haare, massierte Köpfe, beriet gemeinsam mit dem Team die Kunden zur Farb- und Schnittwahl, brachte Kaffee und Zeitschriften, beobachtete, hörte zu, redete und fegte. Dabei lernte er allerhand über Rückenprobleme und Allergien, die in diesem Job oft Probleme bereiten. Auch über den Meisterbrief als Mittel zur Qualitätssicherung im Handwerk wurde diskutiert. Und Albani legte sogar Schere und Rasiermesser an.

„Mutig, mutig“, klopfte er Mirko aus Oldenburg vorab auf die Schulter und setzte unter strenger Aufsicht von Friseurmeister Arton Blakqori die Schere an. Auch den Bart brachte Albani mit einem klassischen Rasiermesser in Form. „Hochkonzentriert“, sei er gewesen, so der Abgeordnete, dem man die Anspannung ansah. „Ab ist ab – da darf nichts schiefgehen“, gab Albani seine Nervosität zu. Mirko hingegen zeigte sich gelassen: „Alles super, man bekommt ja nicht alle Tage von einem Bundestagsabgeordneten die Haare geschnitten“, so der Student. Auch Blakqori zeigte sich begeistert und sprach von einem „Naturtalent, mit viel Gefühl“, dem er sofort einen Job anbieten würde.

Neben den praktischen Phasen konnte Albani aber auch echte Sorgen und Nöte des Friseurgewerbes mit auf den Weg nach Berlin nehmen. Insbesondere die Ausbildungssituation sei ein für die Zukunft wichtiger Punkt, auf den die Politik ein Augenmerk legen müsse. „Wir brauchen gut ausgebildete Kräfte und müssen schon heute die Weichen stellen, damit wir in Zukunft gut aufgestellt sind“, so Albani. Er versprach, sich weiterhin für die berufliche, duale Ausbildung stark zu machen.