Mein Standpunkt zu den Bahnstrecken durch die Stadt Oldenburg

Mich erreichen aktuell zahlreiche Anfragen zu meinem Standpunkt mit Blick auf die Bahnstrecken in der Stadt Oldenburg. Hierzu zählt auch der damit verbundene Lärmschutz, die Frage nach Stadtteilbahnhöfen und denkbare Umgehungsstrecken für den Güterverkehr auf der Schiene. Dabei handelt es sich um eine komplexe und von vielen Teilfaktoren abhängige Sachlage. Ich möchte aber versuchen, meine Position dazu kurz und möglichst klar zu erklären:

  • Ich stehe für eine gute Schienenanbindung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und im Güterverkehr zur Stärkung des Wirtschaftsraumes Nordwest. Diese darf jedoch in Sachen Lärmbelastung nicht zulasten der Anlieger gehen. Ziel muss sein, Wohlstand und Mobilität in unserer Region zu sichern.
  • Ich stehe für einen angemessenen Lärmschutz an den Bestandsstrecken, um den Anliegern kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Hier müssen alle technischen Möglichkeiten geprüft werden, die uns aktuell zur Verfügung stehen.
  • Ich stehe für eine auf sachlichen Argumenten gut begründete Lösung, die zu einem positiven Ergebnis für alle Beteiligten führt. Ein solcher Kompromiss bedingt für mich ein regionales Gesamtkonzept sowohl für die Stadt Oldenburg als auch für die betroffenen, umliegenden Kommunen. Nur im Dialog miteinander kann ein zukunftsorientiertes Konzept aufgelegt werden, das den Schutz von Mensch, Tier und Natur angemessen berücksichtigt.
  • Ich stehe für die Prüfung eines Ausbaus des ÖPNVs auf dem vorhandenen Oldenburger Schienennetz mit Anbindung verschiedener Stadtteilbahnhöfe sowie Haltepunkte im Umland. Ziel ist und bleibt dabei die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV auf der Schiene und die Verminderung von Verkehrs- und Feinstaubbelastungen innerorts.
  • Ich stehe für die ergebnisoffene Prüfung einer konfliktarmen Umgehungsstrecke für den Güterverkehr.

Ich habe und werde mich daher in Bundespolitik und bei der Bahn weiterhin für mehr und besseren Lärmschutz sowie eine gute Lösung in Sachen Umgehungstrasse im Gesamtkonzept für Stadt und Umland einsetzen. Wie in der Vergangenheit geht es mir auch in Zukunft darum, die „Visitenkarte“ Oldenburgs für anreisende Bahnfahrer/innen – das historische Gleishallendach am Hauptbahnhof Oldenburg – zu wahren, mehr Barrierefreiheit an allen Haltestellen meines Wahlkreises und ein offenes Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger.