27.01.2017

PRESSEMITTEILUNG | Nationale Wirkstoffinitiative soll neue Mittel im Kampf gegen Krankenhauskeime bringen - Koalitionsantrag auf Initiative des Abgeordneten Albani wurde erstmals beraten

Berlin – Am gestrigen Donnerstagabend beriet der Bundestag erstmals über den Koalitionsantrag „Pharmazeutische Forschung gegen Infektionskrankheiten stärken – Nationale Wirkstoffoffensive starten“. Der Antrag entstand auf Initiative des CDU-Abgeordneten Stephan Albani, der die zunehmende Verbreitung antibiotikaresistenter Krankheitserreger mit großer Sorge beobachtet: „Uns droht der Rückfall in ein postantibiotisches Zeitalter, das wir für immer überwunden geglaubt haben. Vielen heute harmlosen Erkrankungen und Infektionen stehen wir dann in Zukunft hilflos gegenüber.“

Tatsächlich sorgen die gefürchteten „Krankenhauskeime“ für bis zu 25.000 Todesfällen in Europa und rund 700.000 weltweit. Zuletzt wurde bei einer US-amerikanischen Rentnerin im August 2016 ein Keim festgestellt, der gegen alle 26 zugelassenen Antibiotika resistent war. Gleichzeitig sind die Anstrengungen zur Entwicklung neuer Antibiotika stark zurückgegangen. „Dieses Marktversagen wollen wir zugunsten der Patientinnen und Patienten beseitigen – darin sehen wir einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag. Wir wollen die öffentliche Förderung der deutschen Wirkstoffforschung in eine neue übergeordnete Gesamtstrategie bringen –als eine konzertierte Aktion aller Beteiligten in Forschung, Industrie und Gesellschaft!“, erläutert Stephan Albani den Ansatz seines Antrags. Ein besonderer Fokus der Förderung liegt auf dem Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Arzneimittel. Aus diesem Grund wird auch die nationale und internationale Vernetzung von Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen intensiviert. Dafür sollen in vier Jahren rund zwanzig Millionen Euro investiert werden - die entsprechenden Fördermittel schrieb der Forschungspolitiker Stephan Albani gemeinsam mit seiner Fraktion bereits im Bundeshaushalt 2017 fest. Nun wird sein Antrag zunächst in den Ausschüssen beraten, ehe es dann in die finale Beratung im Bundestag geht.

 

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