27.11.2015

PRESSEMITTEILUNG | Bundeshaushalt 2016: Deutschland intensiviert Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten!

Stephan Albani MdB vertritt die Bundesrepublik bei internationalem Tuberkulose-Gipfel in Kapstadt

Berlin/Kapstadt - Unmittelbar nach der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2016 fliegt der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani mit einer guten Botschaft im Gepäck zum „Global TB Summit“ im südafrikanischen Kapstadt. Beim wichtigsten internationalen Tuberkulose-Entscheidertreffen seit hundert Jahren wird er als einziger deutscher Vertreter über den Verhandlungserfolg im Bundestag berichten. Seit Ende 2013 hat er dafür gekämpft, nun ist der Erfolg sichtbar: Es ist nicht nur gelungen, den deutschen Etat für den Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten auf 50 Millionen Euro zu verdoppeln, sondern die Förderung auch zeitlich zu verlängern und inhaltlich zu verbreitern!

Der Kampf gegen Tuberkulose, HIV/Aids, Malaria und viele andere Erkrankungen gewinnt vor dem aktuellen Hintergrund der Flüchtlingskrise besondere Bedeutung. Denn neben Hunger und Krieg gilt auch Krankheit als Ursache für Flucht.

Das Ziel der Bekämpfung vernachlässigter, armutsassoziierter Krankheiten hatte die Bundeskanzlerin als Schwerpunkthema auf die Agenda des diesjährigen G7-Gipfels im Juli gesetzt. Im Vorfeld brachte Stephan Albani einen entsprechenden Antrag in das Parlament ein, den der Bundestag annahm und welcher nun auch im verabschiedeten Haushalt bestätigt wurde (Drucksache 18/4930).

 

Hintergrundinformationen

„2nd Global TB Summit“, 28.-30. November, Kapstadt (Südafrika)
  • Der „Global TB Summit“ findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und bringt politische Verantwortliche aus 35 Ländern zum Thema „Bekämpfung der Tuberkulose“ zusammen
  • Organisiert wird der Gipfel vom „Global TB Caucus“, einem Zusammenschluss von derzeit 623 Politikern weltweit aus 99 Ländern, der vom südafrikanischen Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi und dem britischen Abgeordneten Nick Herbert geleitet wird
  • Das Leitmotiv dieser internationalen Konferenz ist die Koordinierung eines globalen Kampfes gegen die weltweit verbreitete Krankheit Tuberkulose („TB is a global disease. lt requires a global response.“)
  • Der Veranstaltungsort im südafrikanischen Kapstadt ist nicht zufällig gewählt worden: Südafrika ist in hohem Maße von der Tuberkulose betroffen und hier ergibt sich im Zusammenhang mit anderen verbreiteten Krankheiten wie HIV/Aids eine besondere medizinische Notlage
  • Unterstützt wird das Gipfeltreffen durch die „International Union against TB and Lung Disease“, den “Global Fund to Fight HIV/AIDS, TB and malaria“, die „ Stop TB Partnership“ und „The ACTION Partnership“
Tuberkulose
  • Die einst auch in Europa sehr weitverbreitete „Weiße Pest“ ist weltweit wieder auf dem Vormarsch – umgerechnet stirbt alle 15 Sekunden ein Mensch an der Tuberkulose
  • Insgesamt starben 2014 schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen an der bakteriellen Infektionskrankheit, wodurch Tuberkulose den bisherigen unrühmlichen Spitzenreiter HIV/Aids als weltweit tödlichste Infektionskrankheit ablöste
  • Von der Krankheit betroffen sind jedoch nicht nur die ärmsten Regionen der Erde: Auch in Europa nehmen die Fallzahlen seit einigen Jahren wieder deutlich zu
  • Besonders gefährlich ist die zunehmende feststellbare Resistenz der Tuberkulose-Erreger gegen einen oder mehrere Antibiotika-Wirkstoffe, die auch in hochentwickelten Gesundheitssystemen nur sehr eingeschränkt bis überhaupt nicht therapierbar ist
  • Die Bekämpfung der Tuberkulose ist in allererster Linie eine Frage finanzieller Forschungsförderung, denn noch immer gibt es keinen marktreifen Impfstoff und nur stark veraltete Therapiemittel, die zudem bei vorliegender HIV-Erkrankung nicht angewendet werden können
  • Laut WHO fehlten im Jahr 2015 rund 1,4 Milliarden US-Dollar zur effektiven Bekämpfung der Krankheit

 

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Bildunterschrift: Stephan Albani beteiligt sich mit einem Plakat bei der „Social Media“-Kampagne #ChangeTB der UN-assoziierten Stop TB Partnership
Bild: Alexander Mundt / Büro Albani MdB

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Bildunterschrift: Stephan Albani fordert mehr Mittel und Unterstützung aus Politik, Gesellschaft und Medien im weltweiten Kampf gegen die Tuberkulose
Bild: Alexander Mundt / Büro Albani MdB