28.08.2015

PRESSEMITTEILUNG | Albani fordert Bundesregierung zu mehr Engagement im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten auf!

Bundestagsabgeordnete fordern Bundeskanzlerin Merkel und Forschungsministerin Wanka zu mehr Engagement Deutschlands auf

 

Berlin - Am gestrigen Donnerstag übersandte der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Parlamentarischen Beirats der Stiftung Weltbevölkerung eine wichtige Aufforderung an die Bundesregierung. In dem Schreiben, das Bezug auf die deutsche G7-Präsidentschaft nimmt, wird an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka appelliert, die deutsche Förderung der Forschung und Entwicklung zu vernachlässigten Krankheiten weiter auszubauen.

Konkret soll die öffentliche Förderung sogenannter Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) auch nach Ablauf der ersten Förderrunde zu Ende 2015 fortgesetzt werden. Dies sind internationale Non-Profit-Organisationen, die in Kooperation mit Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen Heilmittel und Impfstoffe für vernachlässigte Krankheiten erforschen. Auf Initiative von Stephan Albani wurde ein parlamentarischer Antrag zur Fortsetzung der PDP-Förderung von 2016 bis 2019 eingebracht, welcher der Deutsche Bundestag im Mai verabschiedete.

„1,6 Milliarden Menschen sind weltweit von Tropenkrankheiten, HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose betroffen. Die überwiegende Mehrheit davon lebt in den ärmsten Regionen der Erde. Aber auch durch Reiseaktivitäten kommen diese Krankheiten zu uns und sind oftmals ausgestattet mit besonders gefährlichen Multiresistenzen. Pharmaunternehmen können jedoch keine Heilmittel und Impfstoffe entwickeln, da in den betroffenen Ländern der Markt eine Refinanzierung von Forschung und Entwicklung aus nachvollziehbaren Gründen nicht möglich machen kann“, macht Stephan Albani deutlich. „Damit wird klar: Ohne die öffentliche Forschungsförderung geht es nicht. Und die liegt in unser aller Interesse, denn wie beim Klima machen Gesundheitsprobleme nicht an der Landesgrenze halt. Vernachlässigen wir gewisse Krankheiten an einem Ort, tauchen diese früher oder später an einem anderen Ort auf. Somit gilt: Eine Welt, eine Gesundheit! Deshalb dürfen wir hier nicht nachlassen!“

Das gemeinsame Schreiben der Mitglieder des Parlamentarischen Beirats der Stiftung Weltbevölkerung findet sich an dieser Stelle.