04.03.2015

PRESSEMITTEILUNG | Zukunft der Schifffahrtsausbildung in Deutschland sichern

Stephan Albani zur maritimen Sondersitzung des AK Küste

 

Berlin - „Eine solide nationale Basis in der Schifffahrt ist für die Exportnation Deutschland unerlässlich“, erklärt Stephan Albani angesichts der aktuellen Entwicklung in der Branche. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der CDU-Landesgruppe Niedersachsen kam der Vertreter des Wahlkreises Oldenburg/Ammerland in dieser Woche zu einer Sondersitzung des parlamentarischen „Arbeitskreises Küste“ im Kanzleramt zusammen. Dort tauschten sich Stephan Albani und seine Mitparlamentarier gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel über die Herausforderungen der maritimen Standortpolitik in Deutschland aus. Zudem wurde über weitere Themen der bevorstehenden „Neunten Nationalen Maritimen Konferenz“ gesprochen, die im Oktober in Bremerhaven stattfinden wird.

Da aufgrund von Kostennachteilen zunehmend Schiffe unter deutscher Flagge ausgeflaggt werden, sorgt sich Albani als Mitglied des Bundestagsausschusses für Bildung und Forschung insbesondere um die Zukunft der nautischen Ausbildung in Deutschland. Ein Problem ist dabei, dass etwa Schiffsmechaniker sechs Monate und Nautikstudenten sogar bis zu zwei Semestern im Rahmen ihrer Ausbildung zur See fahren müssen. Dies muss jedoch zwingend unter deutscher Flagge erfolgen. „Wenn kaum noch in Deutschland eingeflaggte Schiffe auf den Weltmeeren kreuzen, wird es etwa für Nautikstudenten der Jade Hochschule immer schwieriger Plätze für die Ausbildungspraxis zu ergattern. Hier gilt es neue Wege zu gehen, um die künftige Ausbildungsanerkennung international flexibler zu gestalten“, betonte er. Ferner ging es um die Zukunftschancen von wasserstoffbetriebenen Schiffen mit dazugehörigen Hafenanlagen und Tankterminals. „Aufgrund des emissionsfreien Antriebs birgt diese Technik ein hohes Entwicklungs- und Innovationspotential. Deutschland hat leider schon viele Chancen bei alternativen Automobilantrieben verpasst. Dies gilt es bei der Schifffahrt zu vermeiden“, so der Forschungspolitiker Albani.

 

Hintergrund: Maritime Standortpolitik in Deutschland

Die maritime Wirtschaft ist mit mehr als 380.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 50 Milliarden Euro einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Branche wird geprägt durch eine moderne, vielfach auf Hochtechnologie-Produkte spezialisierte Schiffbau- und Schiffbauzulieferindustrie mit überwiegend starken Positionen im weltweiten Wettbewerb, international führende Schifffahrtsunternehmen, insbesondere im Bereich der Containerschifffahrt, eine leistungsfähige Hafenwirtschaft und Logistik sowie eine innovative meerestechnische Industrie und renommierte maritime wissenschaftliche Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen.

Die maritime Wirtschaft bleibt trotz eines schwierigen globalen Marktumfelds eine Zukunftsbranche. Energiewende, Klima- und Umweltschutz, Rohstoffversorgung - zu diesen zentralen Zukunftsfragen kann die maritime Wirtschaft wichtige Antworten geben. Seeschifffahrt, Häfen, Schiffbau und Schiffbauzulieferindustrie, die Meerestechnik, die Offshore-Windenergie sowie maritime Forschung und Entwicklung gehören deshalb weiterhin zu den Kernbereichen unseres nationalen maritimen Interesses. Durch eine integrative maritime Politik sollen Beschäftigung, Wertschöpfung und Ausbildung gesichert und der maritime Standort Deutschland gestärkt werden. Weitere Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums finden Sie hier.

 

150225 Merkel AK Kueste

Gruppenbild der Mitglieder des Arbeitskreises Küste und Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt 
Bild: Bundesregierung / Guido Bergmann