24.06.2016

PRESSEMITTEILUNG | Im Austausch mit den Lebensrettern: Stephan Albani absolviert Praktikum beim Rettungsdienst Ammerland

Westerstede  – Schwere Verkehrsunfälle, Herzinfarkte, Schlaganfälle und auch Krankentransporte: Die Sanitäter vom Rettungsdienst sind da, wenn sie gebraucht werden. Einem Rettungswagen-Team über die Schulter schauen durfte kürzlich der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Albani. Er absolvierte ein mehrstündiges Praktikum beim Rettungsdienst Ammerland in Westerstede.

Bevor der erste Einsatz anstand, ging es für Stephan Albani zunächst in die Arbeitskleidung eines Sanitäters. Kurze Zeit später ertönt das Signal am digitalen Funkmelder. Das Team wird zu einem Krankentransport von der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen nach Barßel angefordert. Nach Beendigung des Einsatzes folgte direkt die nächste Alarmierung. Der Bundestagsabgeordnete machte sich mit dem Notarzt auf den Weg zu einem Einsatzort. Dort trafen sie auf einen Patienten, der über Kreislaufprobleme klagte. Nach der Erstversorgung wurde dieser in ein Krankenhaus geliefert.

Am Ende des Praktikums setzte sich das Rettungswagen-Team sowie der Leiter des Rettungsdienstes Ammerland, Thorsten Rabe und Geschäftsführer Michael Peter zu einem abschließenden Gespräch zusammen. Dabei ging es in erster Linie um das Notfallsanitätergesetz. Albani wurden die Probleme des seit Januar 2014 in Kraft getretenen Gesetz geschildert.

Unverständlich ist beispielsweise, dass das Gesetz sehr strenge Stichtagsregelungen enthält, die für die Überleitung vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter von Bedeutung sind. Der Druck wird zusätzlich dadurch erhöht, dass vorhandene Rettungsassistenten lediglich bis zum Ende des Jahres 2020 die Qualifikation „Notfallsanitäter“ erreichen können. Danach müssten sie eine vollständige dreijährige Ausbildung durchlaufen.

Niedersachsen insgesamt geht allerdings schon gut voran und bietet Ergänzungsprüfungen für Notfallsanitäter bereits seit 2014 an. Ebenfalls seit 2014 läuft die normale Ausbildung. Andere Bundesländer beginnen leider erst jetzt mit den Prüfungen bzw. Ausbildungen, was zukünftig zu erheblichen Belastungen im Bereich des Fachkräftebedarfs führen wird.

„Ich habe viele Eindrücke gewonnen und werde einige Informationen mit nach Berlin nehmen. Es ist wichtig, dass gerade in unserer ländlichen Region die Notfallversorgung dauerhaft sichergestellt wird. Dazu gehört auch eine lückenlose Ausbildung“, so Stephan Albani abschließend.